Rechtliches & Gesetze für Samenspender & Samenspenden

Häufig besteht natürlich bei Samenspendern die Angst, dass aus der Samenspende später für sie unangenehme Verpflichtungen erwachsen. Die Vorstellung, viele Jahre nach der Samenspende plötzlich mit einem wildfremden Menschen konfrontiert zu werden, der sich als der eigene Sohn oder die eigene Tochter zu erkennen gibt, behagt vielen potentiellen Samenspendern wenig. Gerade von einer Samenbank erwartet man ja, dass persönliche Daten einer gewissen Diskretion unterliegen.

Allerdings besteht diese Furcht im Wesentlichen zu Unrecht. Eine Weitergabe der Daten von Samenspendern findet grundsätzlich nicht statt. Die Weitergabe des Spermas an die sozialen Eltern (im Gegensatz z.B. Samenspender, dem genetischen Erzeuger) des Kindes erfolgt immer anonym. Für die Sozialeltern des Kindes bleibt der Samenspender also vollkommen unbekannt. Auch auf gerichtlichem Wege ist es nicht möglich, an persönliche Daten zu kommen.

Auch ist bei einer auf künstlichem Wege herbeigeführten Schwangerschaft rechtlich sichergestellt, dass der soziale Vater des Kindes die Vaterschaft nicht ablehnen oder nachträglich annulieren lassen kann. Somit ist es diesem auch nicht möglich, sich seiner finanziellen Verpflichtungen, insbesondere Unterhaltszahlungen, im Nachhinein zu entledigen.

Selbst die mit Sperma aus der Samenbank gezeugten Kinder selbst haben zunächst keinen Anspruch darauf, über ihren genetischen Vater informiert zu werden. Erst mit der Volljährigkeit können solche Kinder Auskünfte über den Erzeuger einholen. Dazu muss das Kind natürlich erst einmal erfahren, dass es künstlich gezeugt wurde.

Es soll nicht verschwiegen werden, dass zumindest in der Theorie künstlich gezeugte Kinder Ansprüche gegen ihre leiblichen Eltern auf dem Rechtsweg durchsetzen können. Als Reaktion auf diese Rechtslage gestalten Samenbanken die Verträge mit den sozialen Eltern allerdings so, dass diese für sämtliche Forderungen des Kindes gegenüber den leiblichen Eltern aufkommen müssen. Es ist also ausgeschlossen, dass der leibliche Vater für Unterhaltszahlungen einstehen muss.

Aus juristischen Gründen müssen wir darauf hinweisen, dass diese Informationen keine Rechtsberatung darstellen. Für konkrete rechtliche Fragestellungen konsultieren Sie am besten eine Samenbank oder einen fachlich versierten Juristen.

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Zusammenfassung

Bei Samenspendern kommt naturgemäß häufig die Frage auf, welche rechtlichen Verpflichtungen auf Sie zukommen. Bleiben Samenspender anonym? Können Unterhaltszahlungen eingeklagt werden? Normalerweise sind die vertraglichen Regelungen der Samenbanken in dieser Hinsicht jedoch sicher.

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