Samenspender werden: 5 Schritte zum Samenspender - Leitfaden zur Bewerbung

Den meisten potentiellen Samenspendern ist zunächst einmal unklar, wie und wo sie sich überhaupt für eine Samenspende anmelden können. Da das Thema Samenspende in unserer Gesellschaft zumeinst totgeschwiegen wird, ist es mitunter schwierig, an entsprechende Informationen zu kommen.

Im Folgenden wird deswegen Schritt für Schritt dargestellt, wie die Bewerbung für die Samenspende auszusehen hat:

  1. Zunächst sollte man mit einer Samenbank in der Nähe Kontakt aufnehmen, zum Beispiel per e-Mail oder indem man dort anruft. Bei diesem ersten Kontakt wird dann meist ein Termin für ein Gespräch vor Ort und eine Probe Spende ausgemacht.
  2. Beim Gesprächstermin in der Samenbank wird dann zunächst die Probe Spende angegeben. Diese wird anschließend vom medizinischen Team der Samenbank geprüft. Die Anforderungen an die Qualität sind zumeist nicht gerade niedrig, schließlich zahlen Leute, die eine künstliche Befurchtung vornehmen lassen wollen, jede Menge Geld für das Sperma. Das Ergebnis der medizinischen Untersuchung der Sperma Probe entscheidet dann darüber, ob der Kandidat als Samenspender in Frage kommt.

    Übrigens ist das Ergebnis des medizinischen Tests keine Aussage über die Gesundheit des Spenders oder dessen (zukünftiger) Kinder und sagt auch nichts über dessen Zeugungsfähigkeit aus. Sie müssen diesbezüglich also nichts befürchten, wenn Sie als Spender abgelehnt werden.


  3. Neben dem medizinischen Test wird auch eine Befragung des Spenders durchgeführt: Wie leben Sie? Welche Krankheiten hatten Sie bereits? Welche Krankheiten kamen in der Familie vor? Es macht keinen Sinn, hier die Unwahrheit zu sagen, denn spätestens bei den Labortests kommen etwaige Unwahrheiten sofort ans Licht. Zudem will ja auch niemand die Verantwortung für die Weitergabe von genetischen Defekten oder Krankheiten an etwaige (biologische) Kinder übernehmen.

  4. Im Anschluss an den Fragebogen wird Ihnen Blut abgenommen. Dieses wird, genauso wir die Probe Spende, anschließend im Labor untersucht. Spätestens jetzt werden Unwahrheiten aus dem Fragebogen entdeckt. Auch bislang unentdeckte Gendefekte oder Krankheiten können bei dieser Prüfung natürlich offengelegt werden. Wenn die Tests zufriedenstellend verlaufen, geht es weiter mit dem nächsten Schritt.

  5. Die Mitarbeiter der Samenbank führen nun ein abschließendes Gespräch mit Ihnen, in denen Sie über das weitere Vorgehen, z.B. weitere Gesundheitstests, aufklären. Auch die rechtliche Situation als Samenspender wird Ihnen nun erklärt und das Honorar besprochen. Alle Bestimmungen werden in einem Vertrag niedergelegt, den Sie sich aufmerksam durchlesen sollten. Scheuen Sie sich auch nicht, bei Unklarheiten explizit nachzufragen.

Fast alle Samenbanken folgen den oben dargestellten Schritten. In einigen Institutionen kann es natürlich auch Abweichungen geben. Im wesentlichen gleicht sich das Vorgehen aber überall.

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Zusammenfassung

Der Weg zur Samenspende ist vielen potentiellen Spendern unklar. Wie läuft die Bewerbung in einer Samenbank ab? Was ist zu beachten? Der Leitfaden zur Bewerbung als Samenspender stellt die notwendigen Schritte übersichtlich dar.

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