Ablauf Künstliche Befruchtung: In vitro Fertilisation (IVF)

Laut aktuellen Studien können 10 bis 15 Prozent der Paare in Deutschland nicht auf normalem Wege Kinder zeugen. Die Gründe dafür sind meist körperlicher Natur. Wenn es ein Paar etwa zwei Jahre lang "versucht" hat, sich aber dennoch keine Schwangerschaft einstellt, liegt möglicherweise Sterilität vor. Um betroffenen Paaren dennoch den Kinderwunsch zu erfüllen, gibt es heutzutage unterschiedlichste Möglichkeiten durch künstliche Befruchtung.

Die Methoden zur künstlichen Befruchtung oder, wie man auch sagt, assistierten Reproduktion, reichen von der Insemination ohne Stimulation und die Insemination mit Stimulation über die In Vitro Fertilisation (IVF) bis hin zur Intracytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) und zur Intratubaren Gametentransfer (GIFT). Die Methoden sind unterschiedlich kompliziert, werden je nach Art der Unfruchtbarkeit angewandt und kosten selbstverständlich auch unterschiedlich viel. Die Wahrscheinlichkeit für Frauen um die 30 Jahre, durch künstliche Befruchtung schwanger zu werden, liegt mit diesem Methoden bei 30 Prozent.

Künstliche Befruchtung Risiken

Allerdings ist die künstliche Befruchtung auch mit Risiken verknüpft. Wie fast immer bei chirurgischen Eingriffen besteht eine Wahrscheinlichkeit, dass Verletzung - z.B. im Darm und Blasenbereich - oder Infektionen auftreten. Durch begleitende Hormonbehandlungen können Schwankungen des Hormonsystem und Nebeneffekte wie Haarausfall ausgelöst werden. Zudem besteht bei künstlicher Befruchtung eine erhöhte Wahrscheinlichkeit von Mehrlingsgeburten und den damit verbundenen Komplikationen bei der Geburt.

Nicht aus den Augen verlieren sollte man auch die Kosten bzw. den Preis einer künstlichen Befruchtung. Diese sind meist sehr hoch und liegen im vierstelligen Eurobereich. Die Krankenkassen sind hier meist nur eine geringe Hilfe, da sie grundsätzlich inzwischen maximal die Hälfte der Kosten übernehmen und diese Leistungen zudem an Bedingungen geknüpft sind.

Alles in allem sollte man sich vor einer künstlichen Befruchtung also besser umfassend informieren. An der Beratung beim Arzt oder Fertilisations Center führt also kein Weg vorbei. Aber auch das Internet bietet inzwischen zahlreiche Informationsangebote zum Thema künstliche Befruchtung.

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Zusammenfassung

Jedes 5. bis 7. Paar in Deutschland kann aufgrund von Unfruchtbarkeit entweder des Mannes oder der Frau nicht auf natürlichem Wege Kinder zeugen. Eine künstliche Befruchtung kann ein Weg sein, den Kinderwunsch dennoch zu erfüllen. Doch bei der Planung eines solchen Eingriffs ist vieles zu beachten.

Stichwörter

Künstliche Befruchtung Krankenkasse Kosten Risiken Assistierte Reproduktion In vitro Fertilisation (IVF)