Künstliche Befruchtung - Krankenkassen & Kostenübernahme

Die Kosten bzw. der Preis einer künstlichen Befruchtung ist meist ein erheblicher Hinderungsgrund für die Erfüllung des Kinderwunsches unfruchtbarer Paare. Unfruchtbarkeit ist zwar im strengen Sinne keine Krankheit, aber doch meist ein körperliches Problem, welches manchmal sogar die Psyche und in der Folge oft die Gesundheit der Betroffenen erheblich belasten kann. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob gesetzliche oder private Krankenkassen die Kosten für eine künstliche Befruchtung übernehmen.

Prinzipiell ist zu konstatieren, dass die Krankenkassen in den letzten Jahren deutlich zurückhaltender geworden sind, was die Kostenübernahme bei künstlicher Befruchtung anbelangt. Wurden früher in manchen Fällen sogar die kompletten Behandlungskosten übernommen, wird seit dem 1. Januar 2004 gerade noch die Hälfte gezahlt. Und in manchen Fällen ist der Beitrag der Krankenkassen so gering, dass er keine echte Hilfe für kinderlose Paare darstellt. Die Kunden von privaten Krankenkassen kommen zumeist deutlich besser weg als jene von gesetzlichen Instituten.

Künstliche Befruchtung Kostenübernahme

Damit die Krankenkassen sich an den Kosten beteiligen, sind zudem weitere Bedingungen zu erfüllen: Beispielweise darf eine Frau nicht älter als 40 Jahre sein, ein beteiligter Mann nicht älter als 50 Jahre. Werden diese Altersgrenzen überschritten, zahlt die Krankenkasse nicht.

Aber auch wenn das Alter innerhalb der genannten Grenzen ist, sollte man den Preis einer künstlichen Befruchtung nicht aus dem Blick verlieren. Denn bei Gesamtkosten von mehreren tausend Euro fallen diese auch dann ins Gewicht, wenn die Krankenkasse 50 Prozent übernimmt. Selbst 1000 oder 2000 Euro sind für manches Paar mit Kinderwunsch eine Investition, die wohl überlegt sein will. Insbesondere, da ja keine Garantie besteht, dass bereits beim ersten Versuch eine Schwangerschaft erfolgt.

Diese Politik der Krankenkassen hat natürlich Auswirkungen auf die Zahl der künstlichen Befruchtungen, die in Deutschland vorgenommen werden. Analog zur Halbierung der Übernahme der Kosten, hat sich auch die Zahl der Eingriffe in den letzten Jahren halbiert. Nur noch knapp 10000 Paare pro Jahr zeugen derzeit in Deutschland auf künstlichem Wege Kinder.

Merken & Weiterempfehlen
Suche
Anzeigen
Über diese Seite

Zusammenfassung

Viele unfruchtbare Paare mit Kinderwunsch, die auf eine künstliche Befruchtung setzen, verlassen sich bei der Planung des Vorhabens darauf, dass ihre Krankenkasse schon zuzahlen wird. Dies ist jedoch nur begrenzt der Fall. So zahlen die Krankenassen seit dem 1. Januar 2004 nur noch die Hälfte der Behandlung.

Stichwörter

Krankenkasse Kostenübernahme Künstliche Befruchtung Preis Schwangerschaft Kosten