Künstliche Befruchtung Risiken: Was kann schief gehen bei IVF?

Stellt sich auch nach längeren Versuchen in einer Partnerschaft keine Schwangerschaft ein, ist für manche Paare auf natürlichem Wege der Kinderwunsch nicht zu erfüllen. In solchen Fällen kann eine künstliche Befruchtung oder assistierte Reproduktion die letzte und einzige Möglichkeit sein, den Kinderwunsch zu erfüllen. Entsprechend sind die Hoffnungen, die viele kinderlose Paare auf die Medizin setzen, nur berechtigt. Es soll allerdings auch nicht verschiegen werden, dass eine künstliche Befruchtung - wie jeder medizinische Eingriff - auch mit erheblichen Risiken verbunden sein kann.

In aller erster Linie ist die künstliche Befruchtung für Paare, die an Sterilität leiden oder aus anderen Gründen nicht auf natürlichem Wege Kinder zeugen können, natürlich ein Segen. Der vielfach gehegte Kinderwunsch kann auf diese Weise mit medizinischer Hilfe doch noch erfüllt werden. Insofern ist die assistierte Reproduktion, wie man auch sagt, vor dem angesprochenen psychologischen und gesellschaftlichen Hintergrund mit Sicherheit nur positiv zu bewerten.

Aber die künstliche Befruchtung birgt auch Risiken. Wie bei jedem ärztlichen Eingriff kann es zu Komplikationen kommen. Unter anderem kommen bei künstlichen Befruchtungen Hormone zur Stimulation zum Einsatz. Eine solche Hormonbehandlung kann jedoch neben dem gewünschten Effekt auch Nebenwirkungen mit sich bringen - eine eher harmlose Folge ist dabei möglicherweise noch der gelegentlich durch Hormonschwankungen ausgelöste Haarausfall.

Künstliche Befruchtung Risiken

Zudem besteht schlicht und ergreifend Verletzungsgefahr bei den notwendigen Operationen. Beim Mann ist dies unwahrscheinlicher, da das Sperma in den meisten Fällen wohl in einer Samenbank gespendet bzw. erworben wird. Anders verhält es sich, wenn Sperma direkt aus den Hoden eines Mannes gewonnen werden soll. Im Fall der Frau sind insbesondere Blase und Darm gefährdet, neben Verletzungen sind auch Infektionen prinzipiell nicht auszuschließen.

Auch ist die Wahrscheinlichkeit, Zwillinge oder gar Mehrlinge zu gebären, bei künstlich erzeugter Schwangerschaft höher als normalerweise. Entsprechende Geburten sind natürlich komplizierter als bei einem einzelnen Kind. Zwar gibt es die Methode des Kaiserschnitts, aber bei zum Beispiel Sechslingen oder Achtlingen, wie unlängst in einem Fall künstlicher Befruchtung in Kalifornien geschehen, ist auch die Zeit der Schwangerschaft schon eine viel erheblichere Belastung als im Normalfall.

Ganz zum Schluss sollen auch psychologische Probleme Erwähnung finden. Die Dauerbelastung, insbesondere für die Frau, durch Arztbesuche, Nachsorge und natürlich die Schwangerschaft und die Geburt selbst - häufig eben durch Kaiserschnitt, also eine weitere Operation - führt nicht selten zu einer Situation, in der psychologische Beratung unerlässlich wird.

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Zusammenfassung

Eine künstliche Befruchtung birgt neben Chancen als auch Risiken. Natürlich steht die Erfüllung des Kinderwunsches mancher Paare im Vordergrund. Aber die assistierte Reproduktion kann eben auch zu Komplikationen führen oder unerwünschte Ergebnisse, wie die dabei häufigen Mehrlingsgeburten nach sich ziehen.

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